Der Willibrordi-Dom zu Wesel

Öffnungszeiten des Domes:

 

von Ostern bis 31. Oktober:
Di – So von 14.30 – 17.00 Uhr,
Mi und Sa von 10.00 – 12.00 Uhr
Sa und So von 14.30 - 17.00 Uhr

ab 1. November:
Di - Fr von 14.30 - 17.00 Uhr
Mi und Sa von 10.00 - 12.00 Uhr

 

Gottesdienst:  sonntags 11.00 Uhr

 

 

 
Glockenspiel mit wechselnden Melodien
täglich um 10, 12, 14, 16 und 18 Uhr

(sonn-und feiertags 10, 11, 14, 16, 18 Uhr)

Wesels Stadtkirche - Der Willibrordi-Dom

Die Weseler Stadtkirche wurde um 1500 als spätgotische Basilika mit fünf Kirchenschiffen erbaut. Der Turm stammt aus dem Jahr 1478.

Schon vor 800 n.Chr. stand an dieser Stelle eine Fachwerkkirche, die mehrfach erneuert und vergrößert wurde.

In frühester Zeit unterstand die Kirche dem Kloster Echternach, der Grabstätte des Friesenmissionars St. Willibrord (gest. 739).

Die Hansestadt Wesel war Hauptort des Herzogtums Kleve. Ostern 1540 schloss sich die Stadt der Reformation an und wurde ein Zentrum reformierten Kirchentums. Diese Entwicklung spiegelt sich bis heute in der schlichten Gestaltung des Gottesdienstraumes. Bis 1612 standen in der Kirche über 20 Altäre.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Kirche mit Hilfe des Preußischen Herrscherhauses neugotisch renoviert.

Erst jetzt wurde der geplante Chorumgang ausgeführt. Über den Eingangsportalen findet man noch heute Standbilder des Großen Kurfürsten und Kaiser Wilhelms I, die an diese Zeit erinnern sollen.

Ende des 2. Weltkriegs wurde die Kirche stark zerstört.

Von 1948 bis 1994 wurde sie durch den Willibrordi-Dombauverein wieder hergestellt.

Der Wiederaufbau durch eine eigene Dombauhütte geschah im Rückgriff auf die mittelalterliche Ausführung. Die neugotischen Elemente wurden abgetragen.

Aufgebracht wurde 1994 wieder ein Chorreiter, von dem fünfmal am Tag ein Glockenspiel mit wechselnden Melodien erklingt.
Der lichtdurchflutete Willibrordi-Dom gilt als der "großartigste historische evangelische Kirchenraum des Rheinlandes” (Rheinische Kunststätten, Heft 113).

Die Heresbachkapelle ist durch schmiedeeiserne Gitter abgetrennt.

Hier erinnert ein Gedenkstein an den Humanisten Konrad Heresbach (1496-1576), der in der Kapelle begraben wurde.

In der Kapelle befindet sich ein untergehängtes Ziergewölbe, ein Höhepunkt spätgotischer Steinmetzarbeit in Deutschland. Sie wurde durch die Dombauhütte rekonstruiert.
  
Ein zweites herausragendes Gewölbe ist in der Alyschlägerkapelle neben dem Nordportal zu finden.

 

Das große Westfenster in der Turmhalle ist nach einem Entwurf von Prof. Vinzent Pieper farbig gestaltet.

Die große Orgel im Chor aus dem Jahr 2000 mit 56 Registern wurde von der dänischen Orgelbaufirma Marcussen in Zusammenarbeit mit dem Architekten Schweitzer aus Bonn entwickelt.

 

Der exponierte Standort des Instrumentes unterstreicht die herausragende Bedeutung der traditionsreichen Kirchenmusik am Willibrordi-Dom.

Die Kirchenmusik in Wesel knüpft an eine lange Tradition an.

Einer der bedeutendsten Thomaskantoren nach Johann Sebastian Bach - Karl Straube - war von 1897-1902 Organist im Willibrordi-Dom, damals noch an der ehemaligen Sauer-Orgel im Turm des Domes.

Karl Straube verband eine enge Freundschaft mit dem Spätromantiker Max Reger, den er kompositorisch stark beeinflusste.

Durch Straube selbst erfolgten zahlreiche Uraufführungen der wichtigsten Orgelwerke Regers.

Im südlichen Seitenschiff an der Westwand hängt seit 1996 ein neuzeitliches Kunstwerk, der “Weseler Altar” von Ben Willikens, Stuttgart.

 
Im Willibrordi-Dom sind etwa 50 Grabsteine zu finden, die mittlerweile an den Wänden angebracht sind.

Sie erinnern daran, dass der Innenraum für Jahrhunderte auch Begräbnisplatz war.


Die Türgriffe an den Windfängen aus Bronze beschreiben die Themen Altes Testament (Nordportal), Neues Testament (Südportal), Weseler Kirchensiegel (Westportal). Sie wurden gestaltet von Eva Brinkmann aus Wesel.

 

 

 

Das aktuelle Programm der

WESELER DOMMUSIK

erhalten Sie hier.

 

 

 

 

 

 

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© 2017 Ansgar Schlei | Letzte Aktualisierung: 19.06.2017